Moderne Akkus sind zwar mittlerweile hochkapazitiv, verdanken ihre Akku-Lebensdauer aber auch der richtigen Anwendung. Lithium-Ionen-Akkus haben andere Akkutypen an vielen Stellen abgelöst.
Inhalt
- Tipps zum richtigen Laden von Lithium-Ionen-Akkus
- Wie finde ich das richtige Ladegerät?
- Was versteht man unter dem Memory-Effekt?
- Bluetooth-Geräte mit Akku und IPX-Schutzklasse
- ROCKSTER AIR richtig laden
Tipps zum richtigen Laden von Lithium-Ionen-Akkus
- Vermeide eine vollständige Entladung (Tiefentladung), da sie Lithium‑Ionen‑Akkus stark schädigt.
- Halte den Akkustand idealerweise in einem mittleren Bereich (ca. 20–80 %), um die Lebensdauer zu verlängern.
- Achte auf möglichst gleichmäßige Ladezyklen und vermeide extreme Ladezustände (optimal ist ein Betrieb im mittleren Ladebereich).
- Lade dein Gerät nicht über längere Zeit bis 100 % und lasse es nicht unnötig lange am Kabel (z. B. über Nacht).
- Für längere Lagerung des Geräts ist ein Akkustand von ca. 40–60 % optimal. Ein vollständig entladener oder über 90 % geladener Akku ist ungünstig.
- Schütze Akkus vor extremen Temperaturen – insbesondere vor Hitze oder dem Laden unter 0 °C. Auch Nässe, hohe Luftfeuchtigkeit und starke Erschütterungen (z.B. bei einem Sturz) sollten vermieden werden.
Wie finde ich das richtige Ladegerät?
Teufel verwendet bei nahezu allen mobilen Lautsprechern und Kopfhörern USB bzw. USB‑C als Ladeanschluss. Durch die Standardisierung kannst du deine vorhandenen Netzteile einfach weiterverwenden.
Wir verkaufen eigene USB‑C‑Power‑Adapter über den Webshop. Diese sind für alle Teufel‑Geräte mit USB‑C gedacht. Du kannst aber auch fast jedes USB‑ oder USB‑C‑Ladegerät verwenden. Informationen zur USB- / USB-C Ladegeräte findest du hier. Informationen zur Verfügbarkeit anderer Netzteile findest du unter Ersatzteile und Zubehör.
Damit du das richtige Ladegerät für dein Teufel‑Gerät findest, gehe wie folgt vor:
1. Prüfe, welchen Ladeanschluss dein Teufel‑Produkt hat
Schau dir dein Produkt an. Die meisten aktuellen Modelle laden über USB‑C. Wenn du dein Gerät noch vor der Umstellung auf USB C gekauft hast oder es etwas größer ist (z.B. ROCKSTER AIR 2, ROCKSTER 2 etc.), kann dieses aber auch einen Micro-USB oder einen anderen Anschluss (z.B. für ein AC-Netzteil) haben. Auch die Bedienungsanleitung kann dir da weiterhelfen.
2. Finde heraus wie viel Leistung das Ladegerät mindestens haben sollte
Wie viel Leistung dein Gerät benötigt findest du auf der entsprechenden Produktseite (im Symbol in der Nähe des "In den Warenkorb" Buttons) oder in der Bedienungsanleitung.
Was versteht man unter dem Memory-Effekt?
Der sogenannte Memory‑Effekt beschreibt einen Kapazitätsverlust, der vor allem bei älteren Nickel‑Cadmium‑Akkus (NiCd) auftritt. Bei wiederholten Teilentladungen „merkt“ sich der Akku das jeweils genutzte Entladeniveau und liefert später nur noch diese geringere Energiemenge. Das äußert sich in einem frühen Spannungsabfall, sodass Geräte den Akku früher als „leer“ erkennen – obwohl noch Energie vorhanden wäre.
Wodurch entsteht der Memory‑Effekt?
Die wissenschaftlich bestätigten Ursachen sind chemische Veränderungen im Akkuinneren:
- Kristallbildung: Beim Laden bilden sich Cadmium‑Mikrokristalle, die bei häufig gleichbleibend flacher Entladung zu größeren Kristallen zusammenwachsen. Diese beeinträchtigen die Reaktionsfähigkeit der Elektroden und führen zu einem frühzeitigen Spannungseinbruch.
- Umkristallisation durch Überladung: Ältere Ladegeräte, die den Ladestand nicht überwachen, überladen teilweise entladene Akkus. Dadurch verändern sich die Cadmiumstrukturen, was die Kapazität weiter reduziert.
Wichtig:
Der Memory‑Effekt entsteht nicht, weil man „zu früh lädt“ oder das Kabel bei halbem Akkustand einsteckt. Moderne Ladegeräte verhindern Überladung zuverlässig.
Welche Akkus sind betroffen?
- NiCd‑Akkus: stark betroffen – klassischer Memory‑Effekt
- NiMH‑Akkus: nur leicht betroffen
- Lithium‑Ionen‑Akkus: praktisch nicht betroffen, da ihre Chemie keine entsprechende Kristallbildung erzeugt
Wie kann man den Memory‑Effekt reduzieren?
Bei NiCd‑Akkus kann der Effekt durch eine sogenannte Auffrischung abgemildert werden:
Mehrmaliges vollständiges Entladen bis zur zulässigen Mindestspannung und anschließendes vollständiges Aufladen kann Kristallstrukturen wieder verkleinern und die nutzbare Kapazität teilweise zurückgewinnen.
Für moderne Lithium‑Ionen‑Akkus ist diese Methode jedoch ungeeignet und sogar schädlich.
Bluetooth-Geräte mit Akku und IPX-Schutzklasse
Möchtest du deine Bluetooth-Geräte in feuchten oder nassen Gebieten nutzen, achte darauf, dass der Lautsprecher oder Kopfhörer über die entsprechende IPX-Schutzklasse verfügt. Die jeweilige IPX-Schutzklasse gibt an, ob du dein Gerät in der Sauna, beim Joggen, im Regen oder unter Wasser nutzen kannst. IPX-normiert sind z. B. unser Teufel ROCKSTER GO, ROCKSTER CROSS, MOTIV® GO, BOOMSTER GO, BOOMSTER und viele unserer Teufel Kopfhörer.
ROCKSTER AIR richtig laden
Der Akku ist im Lieferzustand nur vorgeladen. Vor der ersten Inbetriebnahme musst du den Akku vollständig aufladen. Der interne Akku wird aufgeladen, sobald der ROCKSTER AIR an das Stromnetz angeschlossen und eingeschaltet ist.
Liegt 20 Minuten lang kein Audiosignal an, wechselt der ROCKSTER AIR in den Standby-Betrieb. Damit der Ladevorgang hier nicht unterbrochen wird, schalte den rückwärtigen Regler bitte auf "permanent on".
Während des Aufladens zeigen die LEDs "BATTERY STATUS" mit einem Lauflicht den Ladezustand an.
Ladezeit: Ein vollständiger Ladezyklus des internen Akkus dauert ca. 7 Stunden. Nach dem Aufladen schaltet das integrierte Ladegerät auf Erhaltungsladung und hält den Akku auch mehrere Wochen lang voll aufgeladen.
siehe auch: ROCKSTER / ROCKSTER AIR: Der Akku lädt nicht und/oder entlädt sehr schnell. Reset kann helfen